Forschung & Entwicklung

Betriebsräte-Netzwerk fordert Debatte über staatliche Forschungsgelder

 

Staatlich geförderte Forschung findet nicht nur an Universitäten statt, sondern auch in privaten Unternehmen. Ob diese Forschung immer dem Allgemeinwohl zu Gute kommt, ist allerdings fraglich. Nun fordern Betriebsräte der forschenden Unternehmen eine breite öffentliche Debatte über die Verwendung dieser Gelder.

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Ein Drittel der Forschung in Deutschland wird durch staatliche Gelder finanziert. Auch High-Tech- und Großunternehmen lassen sich Projekte finanzieren, mit denen Weichenstellungen für unsere Zukunft verbunden sind. Aber ist diese Forschung auch im Sinne der Allgemeinheit, die sie finanziert? Häufig nicht, beanstanden die Betriebsräte vom Netzwerk Forschung & Entwicklung der IG Metall. Sie vertreten über 55.000 Beschäftigte in den großen Zentren der Metall- und Elektroindustrie und rufen mit „Acht Thesen zu einer zukunftsfähigen Forschungs- und Industriepolitik in Deutschland“ zu einem Kurzwechsel auf. Häufig würden staatliche Gelder für ohnehin geplante Projekte eingestrichen, die Forschung sei vielfach High-Tech-lastig und nicht an gute Arbeitsbedingungen und umweltfreundliche Arbeitsplätze geknüpft, schreiben die Experten. Sie fordern, dass mithilfe staatlicher Gelder nachhaltige und zukunftsträchtige Arbeitsplätze entstehen und der industrielle Strukturwandel bewältigt wird.

 
 


 
Stand: 09.03.2012