Innovationen

Diagnosewerkzeug für Betriebe

 

Zurzeit zerbrechen sich viele Betriebsräte und Beschäftigte den Kopf darüber: Wie kommt unser Betrieb sicher durch die Krise? Welche Zukunftsaussichten hat er? Ein neues Werkzeug soll helfen, die Schwachstellen zu analysieren – nicht nur in Krisenzeiten.

Innovation ist der Schlüssel zu Wettbewerbsfähigkeit und sicherer Arbeit in der Zukunft. Viele Studien belegen das. Ein Team der Technologieberatungsstelle des DGB Hessen hat ein Werkzeug entwickelt: "InnoKenn". Mit dessen Hilfe können Betriebsräte und Vertrauensleute durchleuchten, wie innovativ ihre Betriebe sind.
Die InnoKenn-Checkliste enthält 48 Merkmale. Drei Beispiele:

* Unser Betrieb hat eine Innovationsstrategie.
* Die Anforderungen der Kunden werden systematisch ermittelt.
* Der Betrieb setzt realisierbare Ideen der Beschäftigten um.

Auf einer Skala von 1 ("Trifft immer zu") bis 5 ("Trifft nie zu") können diese Punkte bewertet werden.

Der Fragebogen basiert auf Erkenntnissen der Innovationsforschung, Experten-Interviews, Fallstudien und Branchen-Workshops. Beteiligen können sich
einzelne Beschäftigte, Gruppen oder Abteilungen. Das Ausfüllen dauert etwa 20 Minuten. Die (unterschiedlichen) Diagnosen und Einschätzungen sollen in einem
Dialog münden, aus dem Verbesserungsvorschläge entstehen. Sie können Thema auf Betriebsversammlungen und der Startschuss für Lösungen sein.

Oft wird die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens nur von außen oder von Führungskräften definiert und bewertet. Aber auch Betriebsräte
und Beschäftigte können sehr gut einschätzen, welche Strukturen und Prozesse Innovationen fördern oder behindern. Die IG Metall hat bei der Entwicklung von InnoKenn mitgearbeitet, weil es einen ganzheitlichen Ansatz hat und auch nach den Arbeitsbedingungen der Menschen im Innovationsprozess fragt.

Die kostenlose CD-ROM mit Auswertungstool, Materialien und Mustern für Betriebsvereinbarungen kann im Ressort Arbeit und Innovation beim IG
Metall-Vorstand bestellt werden:

Jochen Schroth
Telefon:

069–6693-29 10

Jochen.schroth@igmetall.de